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Rumänien

Gemeindegründung unter Roma

Es war im Juni 2001, als unser Mitarbeiter Titi V. schrieb: „Gott hat eine große Tür unter den Roma in Gulia aufgetan. Ich bin erstaunt darüber, wie wunderbar Gott wirkt. Wir haben ein Zimmer bei einer Romafamilie angemietet und treffen wir uns zweimal pro Woche. Außerdem starteten wir je ein Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sehr viele wollen das Evangelium hören. Das Zimmer und der Flur platzen aus allen Nähten. Bei warmem Wetter, holen wir die Sitzbänke heraus und halten Gottesdienst im Freien. Ich bin seit elf Jahren bekehrt und bis jetzt habe ich noch nie erlebt, dass so viele Ungläubige kommen und Gottes Wort hören wollen. Viele haben sich entschieden, dem Herrn Jesus zu folgen, viele hören auf das Wort mit Tränen in den Augen. Der Dorfpriester hat ihnen gedroht, aber sie kommen weiterhin.“ Heute hat die Gemeinde in Gulia über 100 getaufte Mitglieder.

Ein wichtiger Teil der Gemeindearbeit unter den Roma in Gulia ist die Arbeit mit Kindern. Michaela V., die Frau unseres Patenmissionars Titi V., hat, als ihr Mann dort mit den ersten Bibelstunden begann, die Romakinder zu Kinderstunden eingeladen. Die meisten Kinder kommen aus Familien, in denen niemand an Jesus glaubt. Manchmal ist es schwierig, mit so vielen lebhaften Kindern zu arbeiten. Aber bei aller Unvollkommenheit in unserem Dienst vertrauen wir darauf, dass Gott an ihren Herzen arbeitet. Manchmal bringen auch die Eltern ihre Kinder zur Kinderstunde und bleiben während des Programms da. Sie würden wahrscheinlich nicht in den Gottesdienst kommen, hier haben sie aber die Chance, die Frohe Botschaft zu hören.

Am 29. Juli feierte die Romagemeinde in Gulia wieder ein Fest. 15 Roma bekannten öffentlich ihren Glauben an Jesus Christus und ließen sich taufen. Titi V. schreibt:

„Besonders freuen wir uns darüber, dass innerhalb einiger Romafamilien einer nach dem anderen zum Glauben kommt. Da ist zum Beispiel Familie S. Der Vater der Familie ließ sich letztes Jahr taufen. Dieses Jahr tauften wir seine Frau Elena, ihren Sohn Alex und ihre Tochter Andrea.  Zwei weitere Kinder haben sich entschlossen, Jesus nachzufolgen. Gottes Wirken beeindruckt uns und erfüllt uns mit Freude! Noch vor wenigen Jahren fluchten und lästerten sie den Namen Gottes, beteten Ikonen und Götzenbilder an, waren von Alkohol und Zigaretten abhängig und in Schlägereien und Skandale verwickelt.

Nun können wir nur staunen und uns darüber freuen, wie Gott Neues schafft und seine Liebe Menschen verändert. An diesem Tag wurden auch fünf Jugendliche getauft. Betet bitte für unsere Jugendleiter und auch für uns als Familie, dass wir unseren Dienst mit Leidenschaft und Weisheit tun können. Herzlichen Dank dafür!“

 

 

Gemeindegründung in Oltenien

Oltenien gilt als das Armenhaus Rumäniens. 1997 zog M. mit seiner Frau G. nach Curtisoara und begann mit einer Neulandarbeit. In kürzester Zeit ist dort eine Gemeinde entstanden. Die Arbeit von Marian hat sich in der Zwischenzeit ausgeweitet. Er berichtet:

„Vor über zehn Jahren begannen wir mit der Evangelisationsarbeit in diesem Dorf. Es war mühsam, wie in ganz Oltenien, einer geistlich gesehen harten und dunklen Gegend. Viele Sympathisanten und Neugierige sind seitdem durch unser Haus und das inzwischen entstandene Gemeindehaus gegangen. Die meisten meinten, die biblischen Wahrheiten in Bezug zur Errettung verstanden zu haben, aber wenige haben wirklich den Herrn als ihren persönlichen Retter angenommen.

Die Aufnahmebereitesten sind nach wie vor Kinder und Jugendliche, die ein offenes Herz für Gott haben. Sie zeigen uns, dass sie nachdenken, prüfen und wählen wollen. In all diesen Jahren haben wir erlebt, dass nur Gott selbst überzeugen und Leben ändern kann. Jedes Mitglied unserer Gemeinde hat eine interessante Lebensgeschichte. Beispielhaft möchte ich von unseren Nachbarskindern erzählen:

Neben unserem Gemeindehaus steht ein armes Haus, in dem zwei Kinder lebten, ein Mädchen und ein Junge. Sie wurden mehr von der Dorfgemeinschaft ernährt und gekleidet als von ihren Eltern, die Alkoholiker sind. Mehrmals wurden sie nachts, egal bei welchem Wetter, von ihren betrunkenen Eltern aus dem Haus geworfen - so wuchsen sie auf.

Jetzt sind sie Teenager und fühlen in ganzer Härte ihr Elend. Sie sind genötigt, ihren eigenen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten zu verdienen. Wenn sie krank sind und nicht arbeiten können, leiden sie Hunger. Seit dem Start unserer Gemeinde versäumten sie fast keine Veranstaltung – sei es aus Langeweile oder in der Hoffnung, etwas zu bekommen. Jetzt, wo sie groß sind, kommen sie aus eigener Überzeugung. Sie haben die Hoffnung, dass Gott sie segnen und ihnen ein besseres Leben geben kann. Der Junge hat öffentlich bekannt, dass er mit Jesus leben möchte und wir glauben, dass das Mädchen es im Stillen auch getan hat. Sie vermeiden es, über ihre Eltern schlecht zu reden und lieben sie so, wie sie sind.“

 

 

Altenarbeit

Die Renten sind in den Ländern Osteuropas sehr niedrig. So bekommt zum Beispiel ein Mann, der über 40 Jahre auf dem Bau als Vorarbeiter gearbeitet hat, 180 Euro Rente pro Monat. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass die Preise für Lebensmittel, Medikamente und die Energiekosten ähnlich hoch sind wie in Deutschland. Noch schwieriger haben es Menschen, die während des Kommunismus in landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften gearbeitet haben. Sie bekommen zwischen 50 und 100 Euro Rente pro Monat. So kämpfen die meisten  älteren Leute ums Überleben und sind auf Hilfe von außen angewiesen.

Im Rahmen unseres Projektes „Altenarbeit“, das von einem einheimischen Partner verantwortet wird, werden zwischen 25 und 30 alte Menschen betreut. Das Konzept sieht vor, dass  die alten Menschen weiter in ihrer gewohnten Umgebung leben und von Menschen aus der Gemeinde mit dem Alltäglichen versorgt werden. Weiter unterstützt unser Partner einheimische Mitarbeiter im Bereich der Pflege und der persönlichen Begleitung. CHRISTEN HELFEN CHRISTEN übernimmt die Finanzierung der einheimischen Mitarbeiter, Kosten für die medizinische Versorgung und einen Kostenbeitrag für das Pflegepersonal. So ist es möglich, dass diese alten Menschen ohne Sorgen um ihre Existenz ihren Lebensabend verbringen können.

 

 

Landwirtschaftsprojekt

Im Rahmen des Landwirtschaftsprojektes stellen wir Romafamilien Saatgut, Dünger und Arbeitsgeräte zum Bewirtschaften von landwirtschaftlicher Fläche zur Verfügung. Die Anleitung vor Ort erfolgt durch einen einheimischen Partner. Ziel des Projektes ist, dass die Roma Stück um Stück selbstständig und wirtschaftlich unabhängig werden und so ihre Versorgung mit Grundnahrungsmitteln selbst sicherstellen können.

Ein kleiner Bericht direkt aus Gulia:

Wenn bis zu 60 Gemeindeglieder mit Hacken bewaffnet durch das Dorf marschieren, um auf den Äckern zu arbeiten, ist es ein ganz großes Zeugnis für unseren HERRN. Die Roma lernen so Stück für Stück Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Sie gewinnen ihre Würde zurück, indem sie selbst für sich sorgen können. Besonders freut uns, dass die diesjährige Ernte, obwohl nur für 35 Familien geplant, auf alle Gemeindemitglieder gerecht aufgeteilt wurde. So profitierten auch die 25 neu zur Gemeinde hinzugekommenen Familien von den Früchten der Felder.

Insgesamt konnten wir 900 kg Bohnen, 3.7 Tonnen Weizen, 6 Tonnen Mais und 19 Tonnen Kartoffeln ernten und an 60 Familien (250 Personen) aus unserer Gemeinde in Gulia verteilen. Hinzu kommen noch viele unterschiedliche Gemüsesorten, die unsere Gemeindeglieder in ihren Gärten anbauten. Da wir letztes Jahr sehr viel Geld für Saatkartoffeln ausgaben, haben wir zusätzlich 6.4 Tonnen Kartoffeln für die nächste Saison auf die Seite gelegt. Wir sind durch diese Ernte sehr ermutigt und voller Freude, auch weil wir sehen, dass wir immer mehr Erfahrungen sammeln. Ich glaube, dass mit dieser von Gott geschenkten Ernte ein großer Teil der Not im kommenden Winter gelindert werden kann.

Für 2012 planen wir den Anbau von 10 ha Ackerfläche. Bitte beten Sie mit, dass diese Arbeit weiter in Einheit und Frieden geschieht und die Gemeindeglieder geistlich wachsen.

 

 

 

Bibelschule Pacea

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