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Zentralasien

Armenküche

In der Armenküche erhalten rund 60 behinderte, alte und arme Menschen an Werktagen ein warmes vollwertiges Essen. Sie alle haben gemeinsam, dass ihre kleine Rente oder sonstige Unterstützung zu gering ist, um sich ausreichend ernähren zu können. Geschwister verschiedener Gemeinden halten vor dem Essen eine Andacht, singen und lesen ihnen aus der Bibel vor und stehen für persönliche Gespräche bereit. Viele dieser Hilfsbedürftigen hören bei diesen Begegnungen Gottes Wort und werden dadurch getröstet und ermutigt. Durch die kostenlosen Mahlzeiten erfahren sie ganz praktisch und konkret Gottes Fürsorge. Einige von ihnen haben dadurch Jesus als ihren Erretter kennengelernt. Ein warmes Mittagessen kostet einen Euro.

 

Ein paar Beispiele:

 

Frau I. ist seit ihrer Kindheit behindert. Ihr Mann ist im Gefängnis, sie hat eine Tochter und eine Enkelin. Sie bekommt nur eine sehr kleine Rente. Bevor sie regelmäßig in die Armenküche kam, war sie wegen Unterernährung oft krank. In aller Schwachheit möchte sie Gott näher kennenlernen.

 

Frau N. kann wegen einer Schädel-Hirn-Fraktur nicht arbeiten. Sie bekommt keine Unterstützung vom Staat. Für sie ist die Armenküche der Ort, an dem sie einmal am Tag etwas zu essen bekommt. Am Anfang kam sie oft ungepflegt, weil sie weder Kraft noch den Willen hatte, für sich besser zu sorgen. Sie hörte viel über Gottes Liebe und dass ER Sünden vergibt. Der Herr berührte ihr Herz und sie bekehrte sich. Jetzt besucht sie eine Gemeinde und bereitet sich auf die Taufe vor.

 

Frau A. ist Mitglied einer Gemeinde in der Stadt. Sie bekommt eine kleine Rente, die für ausreichend Lebensmittel und die notwendigen Medikamente nicht ausreicht. Sie erzieht ihre Enkelin, deren Mutter gestorben ist und deren Vater nichts von seiner Tochter wissen will. Die Atmosphäre in der Armenküche, das warme Essen und auch die Gemeinschaft haben dazu beigetragen, dass sie mit ihrer Enkelin diese schwere Lebensphase überstanden hat. Sie ist Gott so dankbar, dass er ihr Geschwister zur Seite gestellt hat.

 

Herr N. ist 78 Jahre alt. Er war einer der ersten, der die Armenküche besuchte. Er lebt alleine, seine Rente gibt er für Medikamente aus. 2009 fand er ewiges Leben in Jesus.

 

Frau T. wurde als Dreijährige von einem LKW erfasst und schwer verletzt. Seitdem ist sie behindert. Als sie alle Angehörigen verlor, kümmerten sich ihre Nachbarn kurze Zeit um sie. Dann kam sie in die Armenküche. Sie sagt, dass sie ohne die Armenküche schon längst verhungert wäre. Als sie vor Kurzem stürzte, betete sie und bat Gott um schnelle Heilung. Durch ihre schnelle Genesung erkannte sie Gottes Fürsorge und Liebe zu ihr.


Videobibel für Gehörlose

Weltweit sind etwa 7 Millionen Menschen gehörlos. Ihre Muttersprache ist die Gebärdensprache. Mit einer Videobibel wollen wir ihnen die frohe Botschaft des Evangeliums in ihrer Muttersprache verständlich machen. Dabei wird der Text gebärdet und mit Untertiteln versehen. Es fehlen noch einige Bibelabschnitte. Nur mithilfe der Videobibel können Gehörlose ohne fremde Hilfe die Bibel lesen bzw. anschauen. Diese Videobibel erreicht etwa 250.000 Menschen, die diese Art der Gebärdensprache verstehen.

 

Zeitschriften und Literatur

Die Zeitschrift "Akikat Tani" für Erwachsene erscheint seit 1999 und ist eine wichtige Säule für die junge kasachische Gemeinde geworden. Sie greift aktuelle Fragen über die Umsetzung des christlichen Glaubens in der kasachischen Kultur auf, mit ihr werden neue Lieder verbreitet, Gläubige berichten mit Zeugnissen über ihre Erfahrungen mit Gott, sie enthält eine Seite für Kinder und vieles mehr. Die Zeitschrift verbindet die kasachischen Christen, die über das ganze Land verteilt wohnen.

 

Ein Gefangener, der seit einiger Zeit "Akikat Tani" liest, schreibt unserem Partner regelmäßig. Hier ein Auszug aus seinen Briefen: „In unser Gefängnis kamen regelmäßig russische Christen, die von ihrem Glauben an Gott erzählten. Ich hielt sie für komische Menschen und machte mich über sie lustig. Doch in stillen Stunden, die es hier im Überfluss gibt, erfasste mich oft eine große Einsamkeit und Sinnlosigkeit. Soll das alles gewesen sein? Ich begann von einem heilen Leben zu träumen, von Ehrlichkeit und bereinigten Beziehungen. Dass es so etwas wirklich gibt, konnte ich kaum glauben. Mein Leben war von Kindheit an eine einzige Hölle. Mein Vater ist Alkoholiker, meine Mutter ist unter der Last der Schwierigkeiten erkrankt und starb früh. Zuerst glaubte ich den Christen nicht, außerdem verstand ich schlecht Russisch. Aber aus Langeweile, oder vielleicht doch mit einer leisen Hoffnung, hörte ich ihnen zu und verstand, dass es um Vergebung, Heilung und Liebe ging. Ich konnte es am Anfang gar nicht glauben, denn ich dachte, dass es für mich zu spät sei. Außerdem empfand ich es als Moslem verräterisch, mich auf eine fremde Religion einzulassen. Aber die Worte „Du bist Jesus nicht egal, er starb für dich!“ ließen mich nicht mehr los. Dann erhielt ich einige Ausgaben der Zeitschrift „AKIKAT TANI“. Die lebendigen Zeugnisse meiner Volksgenossen, die vertraute Sprache und die freudige Botschaft erweckten in mir Vertrauen und den Wunsch, Jesus nachzufolgen. Nun hilft mir die Zeitschrift sehr, im Glauben zu wachsen.“

 

Kinderheime und Kindertagesstätten

40 Prozent der Einwohner leben unter der Armutsgrenze. Besonders betroffen sind Kinder unter 14 Jahren, die fast ein Drittel der Bevölkerung ausmachen.

 

Unsere einheimische Partnerorganisation will diesen Kindern neue Hoffnung geben und hat deshalb in verschiedenen Orten Kindertagesstätten eröffnet. In jede Einrichtung kommen täglich bis zu 30 Kinder aus schwierigsten Familienverhältnissen, denn zur Armut kommt oft hinzu, dass ihre Eltern alkohol- oder drogenabhängig sind. In den Einrichtungen bekommen sie genug zu essen, Kleidung und je nach Alter Nachhilfe- oder Schulunterricht. Für diejenigen unter ihnen, die aufgrund von Geldmangel keine normale Schule besuchen können, wird ein Schulprogramm angeboten.

 

Darüber hinaus liegt den Mitarbeitern besonders am Herzen, dass die Kinder Geborgenheit und Liebe erleben und sie erfahren, dass Jesus sie liebt. Alle Einrichtungen sind eng an die örtlichen Gemeinden angegliedert. Teilweise sind die Häuser auf dem Gelände der Gemeinderäume und so kommen die Kinder auch sonntags in den Gottesdienst und werden dort in das Programm eingebunden. In den Ferien finden auf dem Gelände Kinderfreizeiten statt.

 

Um ein Kind einen Monat lang versorgen zu können, werden 20 Euro benötigt.

 


 

Rehazentrum

Das Problem der Alkohol- und Drogenabhängigkeit ist in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion allgegenwärtig. Umso wichtiger ist daher eine Anlaufstelle, wo Menschen von Abhängigkeiten frei werden und inneren Frieden finden können.

 

In diesen zwei Jahren haben etwa 100 Männer das Rehabilitationszentrum besucht. Einige sind nur einen Tag geblieben, andere waren monatelang bei uns. So konnten sie alle während unserer Abendandachten Gottes Wort hören und an den Sonntagen hatten sie die Möglichkeit, Gottesdienste in den örtlichen Gemeinden zu besuchen.

 

Einer, der auch unsere Einrichtung durchlaufen hat, ist M. Im Alter von 20 Jahren konnte er schon auf eine lange kriminelle Vergangenheit zurückblicken. Er startete eine entsprechende Karriere als Kind und wurde schnell erfolgreich. Er war stolz auf einige seiner kriminellen „Berufe“ und darüber, dass er Ansehen in den entsprechenden Kreisen genoss. Als er sich von der Drogenabhängigkeit befreien wollte, kam er in die Reha - mit einer sehr oberflächlichen Vorstellung vom christlichen Glauben. Aber als er das Evangelium hörte, erkannte er seinen sündigen Zustand und nahm Jesus als seinen Retter an. Nach seiner Hinwendung zu Gott konnte er die rettende Botschaft nicht für sich behalten und erzählte sie jedem, der ihm über den Weg lief. Er sagte, dass er früher dem Satan gedient hatte, aber jetzt Gott dienen möchte. Jesus befreite ihn nicht nur von den Drogen, sondern auch von seinem alten Denken. Alles, worauf er vorher stolz war, sah er nun als Müll an. M. ließ sich taufen und arbeitet heute unter Straßenkindern.

 

Unsere Mitarbeiter G. und W. arbeiten in dem Rehabilitationszentrum schon seit deren Gründung. Dabei haben sie viele verschiedene Aufgaben. Oft sieht man sie in der Rolle eines Arztes, der Wunden versorgt, oder in der eines  Kochs oder eines Frisörs. Gleichzeitig regeln sie den Tagesablauf der Rehabilitanden und erledigen wirtschaftliche und administrative Aufgaben. Sie nehmen sich aber auch Zeit für seelsorgerliche Gespräche, biblischen Unterricht und für vieles mehr. Aber das Schwierigste für G. und W. ist, den Frieden im Rehazentrum aufrecht zu halten. Nicht alle sind bereit, die Hausordnung einzuhalten oder zetteln Konflikte an. So müssen sie oft Streit schlichten und versuchen, Cliquen-Bildung zu unterbinden.

 

Seit der Gründung des Rehabilitationszentrums konnten wir sowohl Renovierungsarbeiten an den Gebäuden als auch Verbesserungen in der Therapie durchführen. So bauten wir zum Beispiel die Tierhaltung mit Hühnern und Kaninchen weiter aus. Die Rehabilitanden zimmerten dafür selbst die Käfige und Umzäunungen. Inzwischen hängen sie an „ihren“ Hühnern und Kaninchen und lieben sie innig. Die Arbeit mit den Tieren wirkt sich positiv auf die Therapie aus. Auch das gepachtete Land wird fleißig bearbeitet. Trotz schlechter Witterungsbedingungen haben wir im letzten Jahr mehr als 10 Tonnen Kartoffeln geerntet, womit wir nicht nur uns selbst versorgen, sondern auch mit Bedürftigen teilen können. Außerdem ernteten wir Kürbisse, Sonnenblumen, Mais und Bohnen. All diese Arbeiten erledigten die Rehabilitanden zum großen Teil selbst. Wichtig war für sie, dass sie für ihre eigene Ernte beteten und diese als eine sichtbare Frucht ihrer Gebete sehen konnten.

 

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